Epochenwechsel – In Beziehung sein mit dem Umbruch
Nach etwa zehn textilen Werken meines aktuellen Zyklus „Epochenwechsel – Zwischen den Monden" möchte ich heute einmal über den Ursprung dieser Werkreihe schreiben.
Neben meiner persönlichen Umbruchsituation, die mich in diesen textilen Arbeitszyklus hineingeführt hat, greife ich darin auch die Energien auf, die ich im Kontext des astrologischen Epochenwechsels der Jahre 2025 bis 2027 wahrnehme – selbst wenn ich mit der aktuellen Reihe erst 2026 begonnen habe.
Nach 30 Jahren, in denen ich Menschen in Veränderungsprozessen begleitet habe, positioniere ich mich seit Mitte 2025 ganz als Künstlerin und Autorin. Ein Weg, der sich anfangs leichter anfühlte, als er in der täglichen Umsetzung ist. Denn mit dem Schritt hinein in die Kunst veränderte sich nach und nach nicht nur mein persönlicher Blick auf mein Leben, sondern auch mein kreativer Fokus.
Früher, in der Malerei, hatte ich einen mehr therapeutischen Blick: Ich griff Beziehungsdynamiken auf, die ich als nicht stimmig wahrnahm. Im Bild versuchte ich dann die blockierte, positive Essenz dahinter sichtbar zu machen. So entstand zum Beispiel aus der Irritation einer Beziehung voller Doppelbotschaften am Ende ein Werk namens „Joy wins".
Vom Transformieren zum In-Beziehung-Sein
Joy wins - Acryl auf Leinwand - 2025
Mein Hauptanliegen im letzten Jahr war es, mein Leben einfacher zu machen.
Es impliziert das Loslassen von Umständen, die für mich so nicht mehr tragbar waren. Das ist nicht damit gleichzusetzen, dass alles leicht ist, denn es hat zur Folge, dass nicht selten andere, ungeklärte Themen an die Oberfläche kommen.
Mit dem Wunsch nach weniger Komplexität im Leben verschob sich auch mein Fokus in der Kunst.
Heute schaue ich nicht mehr hinter die Dinge, sondern begebe mich eher direkt hinein. Ich verbinde mich mit Momenten, in erster Linie mit denen, die mir guttun, mich entspannen und glücklich machen.
Mein künstlerischer Kernfokus lautet heute:
In Beziehung sein mit dem, was ist.
Mich beschäftigt, wie Mensch, Natur und Kosmos miteinander in Beziehung treten – und wie das Einzelne in ein größeres Ganzes eingebunden ist.
Natürlich stehen als Impuls für ein Werk manchmal auch Trauer, Irritation o.ä., doch gehe ich nicht mehr in ein Bild, um dieses Thema zu transformieren. Stattdessen frage mich direkt: Was tut mir jetzt in dieser Situation gut, was nehme ich Schönes wahr? Darüber trete ich in Beziehung und ins Werk.
Mein „In-Beziehung-Sein“ als Künstlerin ist zudem ganz anders als im Coaching. Stand hier der direkte Kontakt mit einem Gegenüber im Vordergrund, geht es für mich in der Kunst um die Verbindung mit mir selbst und dem Material – oder um den Kontakt zur Natur und einer kosmischen Stimmung. Auch meine Tagesstruktur und mein innerer Rhythmus haben sich verändert; meine Ziele richten sich heute eher nach inneren Zuständen als nach äußeren Erfolgen.
In Beziehung mit dem Mondrhythmus
In dieser Phase des Umbruchs nehme ich den Mondrhythmus immer mehr als persönlichen Taktgeber wahr. Ich spüre die Schwankungen der Mondenergie schon immer sehr deutlich, körperlich wie emotional, und je einfacher und langsamer mein Leben wird, desto mehr finde ich hier einen Rhythmus, der mich begleitet. Innerhalb dessen habe ich mich zunehmend mit dem astrologischen Epochenwechsel beschäftigt.
Der Widder-Punkt (0° Widder) – der absolute Nullpunkt des Tierkreises – am 21./22. Februar 2026 war für mich ein Tag, an dem sich in mir etwas grundlegend änderte. Eine exakte Konjunktion auf diesem Grad gilt als extrem selten (zuletzt 1702) und markiert in Fachkreisen den Beginn eines neuen, 36-jährigen kollektiven Zyklus – einen „Großen Reset" zur Manifestation von Visionen.
Für mich begann an diesem Tag nicht nur ein kollektiver, sondern ein ganz persönlicher, neuer künstlerischer Zyklus. Am 3. März, dem ersten Vollmond nach diesem kosmischen Reset, begann ich mit den textilen Arbeiten zu Voll- und Neumond. Seitdem entstehen zu diesen Zeitpunkten Stickarbeiten, in denen ich Momente einer aktuellen Energie einfange.
Die Werke entstehen intuitiv aus einer Stimmung oder einer Frage heraus. Ich wähle Farben und Materialien ganz aus dem Bauch heraus. Jeder Stich ist für mich wie das Setzen einer Beziehung zwischen dem Untergrund, dem Faden und dem, was da ist, was kommen kann oder was fehlt.
Daraus resultieren Erkenntnisse, die weit über mich hinausgehen: Sie offenbaren universelle Themen, die uns alle betreffen. So schließt sich der Kreis – das Einzelne, eingebunden ins große Ganze.
Das hier ist der Auftakt einer Beitragsreihe, in der du erfährst, warum ich keine Künstlerin für nur ein Medium bin, wieso Art Essays für mich zu bestimmten Werken dazugehören, warum Identitätsfindung in der Kunst für mich nie aufhört – und wo sich mein Angebot aus Feng Shui und Künstler:innencoaching mit meiner Kunst verbindet.